Wie haben sich ergonomische Stühle verändert?
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Wie haben sich ergonomische Stühle verändert?

Der Großteil aller Angestellten in Deutschland arbeitet in einem Büro. Arbeit wird hier meistens sitzend erledigt; ein ergonomischer Stuhl, der auf die eigenen Bedürfnisse eingestellt werden kann, ist deshalb in jedem guten Büro ein absolutes Muss. In der westlichen Welt beschäftigt sich die Ergonomie sowohl mit der “Qualität des Arbeitslebens” als auch mit der “Qualität der Arbeitsergebnisse”.

Wieso haben ergonomische Stühle und andere Möbelstücke in den letzten Jahren so sehr an Bedeutung gewonnen und wie macht sich dies bemerkbar?

Hintergrund

Erst seit den 1950ern wird mehr Wert auf Ergonomie am Arbeitsplatz gelegt. Der Begriff ist vor allem durch die Fachzeitschrift ERGONOMICS, welche 1957 zum ersten Mal erschien, bekannt geworden. Zwei Jahre später kam es schließlich zur Gründung der Internationalen Ergonomischen Gesellschaft (IEA).

Die Armlehne

Jeder ergonomische Bürostuhl hat heutzutage eine Armlehne, die höhenverstellbar sein sollte. Wenn sie richtig eingestellt wurde, dann entlastet sie Arme, Nacken und sogar Schultergürtel. Außerdem erleichtert sie das Aufstehen und Hinsetzen. Idealerweise sollte sie so eingestellt werden, dass zwischen Oberarm und Unterarm ein Winkel von mindestens 90 ° entsteht. Die Höhe sollte so angepasst werden, dass die Arme auf dem Tisch aufliegen.

Die Rückenlehne

Wie auch die Armlehne muss auch die Rückenlehne verstellbar sein. Im Idealfall sollte sie außerdem anatomisch geformt sein, um die Wirbelsäule und den Beckenkamm vor Verletzungen und Schmerzen zu schützen. Die Höhe der Rückenlehne ist richtig eingestellt, wenn das Zentrum des Lendenbauschs ungefähr auf Gürtelliniehöhe liegt. Auf keinen Fall sollte die Rückenlehne den Körper nach vorne drücken. Im Gegenteil, eine gut eingestellte Lehne sollten den Körper aufrichten.

Die Sitzfläche

Eine anatomisch geformte Sitzfläche verhindert, dass man beim Sitzen zu weit nach vorne rutscht und außerdem sorgt sie dafür, dass das Becken eine aufrechte Haltung einnimmt. Ebenfalls hilfreich ist es, wenn die Neigung der Sitzfläche veränderbar ist, da dies für eine größere Bewegungsfreiheit auf dem Stuhl sorgt und der Sitzwinkel leichter zu verändern ist. Wenn die Sitzfläche leicht nach vorne geneigt ist, fördert das die Blutzirkulation im Kniekehlenbereich und gleichzeitig kann die Wirbelsäule ihre natürliche S-Form beibehalten.

Die Fußstütze

Vor allem kleine Menschen können von einer Fußstütze profitieren, denn so ist gewährleistet, dass die Füße ganzflächig aufgesetzt werden können. Dies kann die Beine entlasten und beugt außerdem Durchblutungsstörungen vor. Wichtig ist aber, dass man trotzdem regelmäßig Pausen vom Sitzen einlegt und einen Spaziergang macht.

Ergonomische Stühle erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind aus keinem modernen Büro der Welt mehr wegzudenken. Das liegt daran, dass ein gut eingestellter Stuhl vielen Verspannungen, Schmerzen und schweren Gesundheitsproblemen vorbeugen kann. So kommt es zu weniger Krankheitsausfällen und die Mitarbeiter sind glücklicher, gesünder und produktiver.